Im Bereich der Jugendliteratur hat sich Nina Blazon bereits einen Namen gemacht. Doch das neuste Werk der Erfolgsautorin „Zweilicht“ ist nicht nur für die Jugend geeignet. Jeder, der gerne Fantasy liest und sich auch für Parallelwelten á la Avatar begeistern kann, ist hier richtig aufgehoben. Doch dies ist kein Grund für alle „Bodenständigen“ gleich zurück zuschrecken, denn „Zweilicht“ bietet noch wesentlich mehr.
Doch nun erst einmal zum Inhalt. Der Roman handelt von dem den 17-jährigen Jay. Er lässt seine Vergangenheit in Berlin und das schlechte Verhältnis zu seiner Mutter hinter sich, um in der Heimat seines verstorbenen Vaters, New York, ein Auslandjahr zu verbringen. Kaum bei seinem Onkel und Cousin angekommen, verliebt er sich in die außergewöhnliche Madison. Doch mit der Ruhe ist es bald vorbei. Immer wieder taucht ein seltsames Mädchen auf, das anscheinend nur von Jay gesehen werden kann. Sie nennt sich Ivy und versucht vehement, Jay dazu zu bringen, sie zu begleiten. Jay lässt sich aber nicht so leicht überzeugen. Doch auf einmal verhalten sich alle in seiner Umgebung zunehmend seltsamer, und Jays Weltansicht bekommt Risse. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Jay wird von einer Wirklichkeit in die andere katapultiert und muss sich zwischen zwei Welten, zwei Wirklichkeiten und zwei Mädchen entscheiden.
Zu viel soll hier auch nicht verraten werden. Wer sich von einem Actionspektakel und einer Gesellschaftskritik wie in Matrix mitreißen lassen möchte, sollte sich diesen Roman zu Gemüte führen. Vor allem der überzeugende und abwechselungsreiche Schreibstil der Autorin lässt die Seiten wie von selbst umblättern und kann für schlaflose Nächte sorgen. Also, nicht entgehen lassen!