Fuerteventura
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Wenn bei uns der Himmel grau und zugezogen ist, die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt liegen und man vorm Kaminfeuer von endlosen Sandstränden und azurblauem Meer träumt, dann kann man auf der Kanaren-Insel Fuerteventura die Sonne buchen!
Doch zunächst mal einige Fakten:
Fuerteventura ist mit einer Fläche von 1660 Quadratkilometer die zweitgrößte Insel der Kanaren. Sie lockt mit über 150 malerischen Stränden und rund 3000 (!) Sonnenstunden im Jahr. Damit ist Fuerteventura einer der sonnigsten Plätze der Welt.
Die Insel entstand als erste der Kanarischen Inseln vor rund 20 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten.
Die Insel ist flach und die Vegetation karg, der höchste Berg, der Pico de Zarza, ist gerade mal 807 Meter hoch. Dadurch, dass die Insel so flach ist, ziehen die meisten Wolken über sie hinweg, und es kommt nur zu rund 150 Millimetern Niederschlag im Jahr.
Aufgeteilt wird Fuerteventura meist in zwei Teile: Maxorata und Jandía.
An der schmalsten Stelle, die das nördliche Maxorata von der Halbinsel Jandia trennt, ist die Insel übrigens gerade einmal fünf Kilometer breit.
Fuerteventura hat viele Kosenamen wie zum Beispiel „Stille Insel“, „Insel des ewigen Frühlings“ oder „ein Stück Sahara im Atlantik“. Letztere Bezeichnung kommt daher, dass die Entfernung zwischen Fuerteventura und dem afrikanischen Festland gerade einmal 100 Kilometer beträgt. Der sogenannte Calima-Wind trägt mehrere Male im Jahr Sand, warme Luft und sogar Tiere (wie Wanderheuschrecken und Schwalben) aus der Sahara übers Meer in Richtung der Kanaren.
Fuerteventura selbst lässt sich wohl am Ehesten mit „starker Wind“, oder auch „große Reise“ übersetzen.
Genauso vielfältig wie eine große Reise ist es dann auch auf der 100 Kilometer langen und 28 Kilometer breiten Insel.
Im Norden sollte man sich auf jeden Fall die Sanddünen von Corralejo angucken. Die Region ist seit den 70ern ein Naturpark, und deswegen stehen auch nur zwei Hotels mitten in der Sandlandschaft. Zum Nationalpark gehört auch noch die Isla de Lobos, die man von Corralejo aus erreichen kann.
Sehenswert sind auch die endlos langen Strände im Süden der Insel. Bei Jandia wird das Strandstück noch von einem hübschen Leuchtturm verziert. Jandia hat auch eine lange Partymeile, die in den Abendstunden ein bisschen wie die „Schinkenstraße“ auf Mallorca wirkt. Hier sind zahlreiche Bars, Geschäfte, Cafés und Diskotheken, die nach Sonnenuntergang einen Publikumsmagneten darstellen und sich super zum
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Feiern eignen. Es lohnt sich auch ein Spaziergang durch Morro Jable, dem ursprünglichen Fischerdorf, das mittlerweile den alten Ortskern von Jandia darstellt.
Wieder ein anderes Bild bietet die zerklüftete Ostseite der Insel. Deutlich spürbar ist hier der raue Atlantikwind, der die ganze Zeit hart von Westen kommt. Die Gegend ist touristisch weitestgehend unerschlossen und sollte nur mit einem geländetauglichen Jeep erkundet werden. Abenteuerlustige Urlauber besuchen die Villa Winter in der Nähe von Cofete. Um das Haus und vor allem dessen Erbauer Gustav Winter ranken sich zahlreiche Geschichten. So soll das Haus den Deutschen im Zweiten Weltkrieg als U-Boot-Basis gedient haben.
Jährlich finden auf Fuerteventura die Weltmeisterschaften im Windsurfen statt. Berühmte Strände sind zum Beispiel „Playa Barça“ oder „Playa Sotavento“ an der Westküste. Hier treffen sich junge, sportliche Leute aus aller Welt, um die optimalen Bedingungen und eine wunderschöne Lagune zu genießen.
Auch das Inselinnere kann sich sehen lassen. Die alte Hauptstadt Antigua ist genauso einen Besuch wert wie Betancuria. Bentancuria wurde übrigens von Jean de Béthencourt gegründet, dem Eroberer der Insel. Im Inselinneren finden sich auch überall die für Fuerteventura typischen Windmühlen. Der immer vorhandene Wind wird so genutzt, um das knappe Wasser aus dem Boden zu pumpen.
Auch für Leute, die gerne Zeit im oder unter Wasser verbringen, ist Fuerteventura gut geeignet. Die milden Wassertemperaturen und das azurblaue Wasser laden überall zum Baden ein. Unter Wasser gibt es schon in Küstennähe Tintenfische, Wasserschildkröten und Rochen zu sehen - ein Paradies also für Schnorchler und Taucher.
Fuerteventura hat also mehr zu bieten als bloß am Strand herumzuliegen. Wer es allerdings trotzdem macht, macht auch alles richtig!
von unserem Redakteur
Christoph Petersen
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