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Modedesignerin

Einer dieser Jobs, von dem viele junge Frauen träumen und den man oft im Fernsehen sieht, ist jener der Modedesignerin. Merle Rößner (23) aus Hannover hat ihre schulische Ausbildung zur Staatlich geprüften Assistentin für Mode und Design erfolgreich abgeschlossen. Nun studiert sie Modedesign an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.

exPRESS hat nachgefragt, wie die Ausbildung bis jetzt aussah und was auf Merle in ihrem Studium noch zukommt.

exPRESS: Du hast gerade in diesem Jahr deine Ausbildung abgeschlossen. Erzähl doch mal, wie die Ausbildung abgelaufen ist!

Merle: Meine Ausbildung hat zwei Jahre gedauert und ich habe sie an der Anna-Siemsen-Schule in Hannover gemacht. Es ist eine rein schulische Ausbildung. Wir hatten in den zwei Jahren viele verschiedene Fächer. Natürlich hatten wir allgemeinbildende Fächer wie Englisch, Deutsch, Mathe und Physik, diese waren aber teilweise auch fachbwzogen. Weiterhin hatten wir Fächer wie Technologie, worunter auch die Textilkunde fällt, Schnitttechnik (per Hand), EDV, wo wir Schnitte auf dem PC konstruiert haben, und Gestaltung (Gestalterische Grundlagen in der darstellenden Kunst). Zeitweilig hatten wir auch Sport. (Weitere Infos auf www.anna-siemsen-schule.de)


exPRESS:
Das klingt sehr vielfältig. Muss die Ausbildung privat bezahlt werden?

Merle: Nein, die Anna-Siemsen-Schule ist eine öffentliche Schule. Das Einzige, was ich bezahlen musste, waren jedes Jahr 90 Euro für das Material.

exPRESS: Da sie rein schulisch war, hattet ihr die Chance Praktika zu absolvieren oder an besonderen Projekten teilzunehmen?

Merle: Praktika in Betrieben oder etwas in der Art haben wir nicht gemacht, aber dafür haben wir eine Modenschau auf der Infa 2010 veranstaltet. Dafür haben wir unsere eigenen Ideen entwickelt, die Kleider genäht und sie auf einem Laufsteg auf der Infa vorgestellt. Das hat mir besonders viel Spaß gemacht.

exPRESS: Das klingt nach jeder Menge Spaß und ist sicherlich auch mit viel Aufwand verbunden. Was meinst du, welche Fertigkeiten man vorher bereits mitbringen sollte?

Merle: Um diesen Beruf zu erlernen, braucht man sehr viel Geduld, Kreativität und sollte innovativ denken können. Man sollte ein Gefühl für den guten Umgang mit den Materialien haben. Wichtig sind auch eine gute körperliche und seelische Belastbarkeit, sowie Stressresistenz. Im Laufe der Zeit werden natürlich all diese Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult. Wie immer wächst man auch hier mit seinen Aufgaben.

exPRESS: Und jetzt studierst du in Berlin Modedesign. Weißt du schon genau, was dich inhaltlich erwartet?

Merle: Ja. Das Gute ist, dass die Ausbildung mir vieles erleichtert. Das erste Semester ist beispielsweise in vielen Fächern reine Wiederholung für mich. Und andere Fächer werden eher vertiefend sein. Ich mache das Studium, um mich von der Assistentin zur Modedesignerin weiterzubilden. Nur so kann ich mein berufliches Ziel erreichen.

exPRESS: Welches berufliche Ziel hast du denn genau?

Merle: Ich möchte in einem größeren internationalen Unternehmen als Designerin in der Entwicklung arbeiten. Eventuell auch als Trendscout. Die genaue Richtung wird sich wohl im Studium heraus kristallisieren. Es passt nicht jedes Unternehmen zum eigenen Typ, darum nutze ich die Zeit im Studium, um mich noch weiter zu entwickeln.

exPRESS: Danke, Merle und weiterhin viel Erfolg!


von unserer Redakteurin
Johanna Schneider
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Ausgabe: 4-2011